Microsoft Virtual Server und Windows Seven

Beim Versuch meine Server-Umgebung (SEU) „backup-barer“ zu machen, habe ich beschlossen, die moderne VM-Technik zu benutzen. Da ich schlechte Erfahrungen mit dem schwergewichtigen VMWare Server 2 gemacht habe, blieb mir die Wahl zwischen dem VMWare Server 1, den wir auch auf Arbeit benutzen, Virtual PC, Virtual Server oder einem Xen-Derivat. VMWare Server 1 kenne ich schon und bei Xen haperts am nicht vorhandenen HyperV meines Servers. Außerdem ist das Basis-System ein Windows XP Prof SP3 . Und bei der Wahl zwischen Virtual PC und Virtual Server sticht eindeutig der Virtual PC hervor, da hierbei einfach einfachere Konfigurationen möglich sind und es bei der Server-Variante unter WinSeven teilweise große Probleme mit dem integrierten IIS gibt. Auf meinem Laptop (Win7 Prof) wird die VM vorbereitet und dann auf den Server überspielt.

Der Virtual PC ist schnell heruntergeladen und installiert. Alles weitere ist dann in üblicher Windows-Manier nur noch „Klicken und Vergessen“….Vielleicht werde ich mich beim nächsten Mal doch mit einer linux-basierten Virtualisierung anfreunden. Es werden zwei virtual Hard Discs (vhd) angelegt, vhd_c mit 10GB (Laufwerk C) und vhd_d mit 50GB (Laufwerk D). Die Wahl des Betriebssystems fällt aus Lizenz-Gründen wiederum auf ein WinXP Prof SP3. Bei der Installation wird jedoch nur die vhd_c ausgewählt, da Virtual PC das virtualisierte CD-Laufwerk auf „D:\“ legt und ich mir doppelte Pfad-Änderungen später sparen möchte. Die XP-Installation dauerte, da mein Iso-Abbild noch ein SP2 war und das SP3 mit allen Patches und Updates versorgt werden will. Nachdem das CD-Laufwerk auf einen der hinteren Buchstaben verbannt wurde, kann auch meine vhd_d eingebunden und innerhalb der VM eingerichtet werden. Habe ich schon erwähnt, wie einfach dieser Virtual PC ist? Nachdem alles eingerichtet ist, wird noch ein aktueller Virenscanner, der neueste Firefox und ein ordentliches Editor-Programm installiert und die ganze VM runtergefahren. Als Sicherung reicht es völlig den Ordner mit der vmc und den beiden vhds zu zippen und auf eine DVD bzw. HDD zu brennen. Und wann immer mir der Gedanke nach einer Neuinstallation kommt, reicht es, diesen Ordner zu entzippen und die VM zu starten. Einfach, oder?

Vielleicht noch als Hinweis: will man in der VM mit dem Backslash arbeiten (soll ja mal vorkommen) muss man statt „AltGr+ß“ „Alt+Strg+ß“ verwenden. Grund dafür ist, dass „AltGr“ eine Sonderfunktion zum Verlassen des VM-Fensters hat. Obwohl das mit Installation der VM-Addons eigentlich gelöst ist.